Transrapid gescheitert

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Foto: Franz Maget

Im Aus für den Transrapid sieht Franz Maget,der SPD-Fraktionsvorsitzende für Bayern, die größte denkbare Schlappe für die bayerische CSU-Regierung. "Das Katastrophentandem Beckstein und Huber ist bis auf die Knochen blamiert. Schlimmer kann es eigentlich nicht kommen", sagte Maget am Donnerstag nach Bekanntwerden des Endes des Prestigeprojekts.

Die Pläne für die erste kommerzielle Transrapid-Strecke in Deutschland scheiterten an einer Explosion der Baukosten. Bund und Freistaat Bayern stoppten die Expressbahn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof in München.

Die bayerische CSU wollte gegen alle wirtschaftliche Vernunft und gegen den Bürgerwillen das politische Prestigeprojekt Transrapid durchsetzen: "Damit tragen Beckstein, Huber und auch Stoiber die Verantwortung, dafür, dass viele Millionen Steuergelder verschleudert worden sind", sellte Franz Maget fest.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) - seit jeher Gegner des Transrapids - sieht die bayerische Staatsregierung vor einem Scherbenhaufen. Das "Märchen von der Finanzierbarkeit", das noch bis zur Kommunalwahl am 2. März erzählt worden sei, könne nicht einmal mehr bis zum von der CSU für den 13. April geplanten Bürgerentscheid aufrecht erhalten werden.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sagten nach einem Krisentreffen mit Vertretern des Transrapid-Konsortiums in Berlin, die Unternehmen hätten kurzfristig den Kostenrahmen von bisher 1,85 Milliarden Euro drastisch auf 3,2 bis 3,4 heraufgesetzt. Weder der Bund noch Bayern sähen sich in der Lage, das zu bezahlen.