Keiner darf verloren gehen - Bildung hat Vorfahrt

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Hauptschule - Realschule - Gymnasium mit G8 - unsere Kinder stehen unter einem enormen Leistungsdruck. Bereits in der 4. Klasse Grundschule werden die Weichen für das weitere Leben gestellt. Martin Güll, Hauptschuldirektor aus Dachau und Landtagskandidat für die SPD kam als Referent nach Starnberg.

In der bayerischen Schullandschaft gibt es derzeit viele Baustellen: Der Übertrittswahn nach der vierten Klasse erzeugt einen großen Leistungsdruck in den Grundschulen, die Umstellung auf das verkürzte achtjährige Gymnasium will einfach nicht gelingen und den Hauptschulen laufen die Schüler davon. Der Bildungsexperte und erfahrene Schulmann Martin Güll aus Dachau fordert eine "endlich konsequente Änderung in der bayerischen Bildungspolitik" und legt dafür auch ein Reformkonzept vor. Darüber und über die weiteren Fragen hat der Indersdorfer Schulleiter am Mittwoch, den 9. Juli 2008 in Starnberg referiert.

Tim Weidner, der die Veranstaltung im Bayerischen Hof moderierte sprach sich aus für

  • den generellen kostenfreien Zugang zur Bildung vom letzten Kindergartenjahr bis zur Uni, also auch Abschaffung der Studiengebühren
  • das Prinzip der Förderung statt der frühzeitigen Auslese und deshalb für die sechsjährige gemeinsame Schulzeit
  • mehr Geld für die Schulen, um die Klassengrößten auf nicht mehr als 25 Schüler zu bringen
  • ein flächendeckendes Angebot an Ganztagesplätzen