Diskussion der SPD Andechs über Hundertwasserprojekt

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Bei der letzten Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Andechs ging es nur um ein Thema: den Bebauungsplan der Molkerei Scheitz und insbesondere um das im Stile von Hundertwasser geplante Verwaltungsgebäude mit dem durch die Medien schon berühmten 28-Meter-Turm. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Tim Weidner beteiligte sich an der Diskussion.

Zunächst informierten die beiden SPD-Gemeinderäte Karl Strauß und Andreas Schöpf über den bisherigen Verlauf und den aktuellen Stand der Dinge. Besonderer Wert wurde dabei auf vier Punkte gelegt:
1. es geht nicht um die Frage Hundertwasser ja oder nein. Es geht ausschließlich darum, im Rahmen der Bauleitplanung die Interessen der Firma und die Belange der Gemeinde und der Bewohner abzuwägen und zu berücksichtigen.
2. aus Sicht der SPD-Gemeinderäte war es ein Fehler, die Diskussion über die geplanten Baumaßnahmen so lange ohne Beteiligung der Öffentlichkeit - namentlich der Bürgerinnen und Bürger von Andechs - zu führen. Im Laufe der bisherigen Besprechungen haben sie mehrfach darauf hingewiesen und eine Information der Öffentlichkeit angemahnt.
3. Der geplante Aussichtsturm mit einer Höhe von 28 Metern ist nicht akzeptabel. Zum Einen überschreitet die beantragte Höhe deutlich die Grenze für Hochhausbauten - und die Genehmigung eines Hochhauses in Andechs ist nicht zu vertreten (unabhängig davon, welcher Architekt oder welche künstlerische Idee dahintersteht). Zum Anderen hat die Ortsbesichtigung mit Phantomgerüst gezeigt, dass der Turm eine stark ortsbildprägende Fernwirkung hat. In einem ländlichen Bereich, der darüberhinaus seit Jahrhunderten durch das Kloster Andechs dominiert wird, kann einem gewerblichen Zweckbau (Verwaltungsgebäude) eine solcher Eingriff in das Landschafts- und Ortschaftsbild nicht gestattet werden.
4. in der bisherigen Diskussion über das geplante Verwaltungsgebäude ist weitgehend außer Acht gelassen worden, in welcher Weise Nachbarn und Dorf vor den negativen Folgen einer größeren Besuchermenge geschützt werden können bzw. welche Maßnahmen hierzu erforderlich sind. In Anbetracht der Dimension des Projekts ist dies im Rahmen der Bauleitplanung aber unabdingbar.

Über diese Punkte bestand weitgehend Einvernehmen. Bei der angeregten Diskussion ergaben sich noch viele andere Aspekte, die bei den weiteren Beratungen zu berücksichtigen sein werden.