Die Gemeinderatssitzung in Andechs am 23.03.2010 war weitgehend unspektakulär. Neben einigen kleineren Änderungen von zwei Bebauungsplänen in Frieding und einiger Beschlüsse über Bauanträge und baurechtliche Vorbescheide war die Einführung der gelben Tonne das für die Bürger wichtigste.

Der Abfallwirtschaftsverband AWISTA möchte ab 2011 ein Pilotprojekt durchführen, bei dem die bisherigen gelben Säcke durch Tonnen ersetzt werden. Dazu wurde unter anderem die Gemeinde Andechs angefragt, ob sie an diesem Pilotprojekt mitmachen möchte. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle Schwierigkeiten mit der Unterbringung einer zusätzlichen Tonne geben wird, überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile einer Tonne. In der Vergangenheit gab es ständig Beschwerden über die Qualität der Säcke und das durch kaputte und verwehte Säcke beeinträchtige Straßen- und Ortsbild. Der Gemeinderat stimmte der Beteiligung am Pilotprojekt einstimmig zu. Es wurde aber die Anregung in den Beschluss aufgenommen, andere – vor allem kleinere – Tonnen mit anzubieten.

Bei den Bauanfragen ist vor allem die Ablehnung einer Nutzungsänderung in Erling erwähnenswert. Ein Gewerbebetrieb, der die erforderlichen Stellplätze für den Bestand schon nicht realisiert hat, beantragte die Erweiterung der Nutzung. Dies wurde unter Hinweis auf die Stellplatzsituation (die Änderung hätte einen weiteren erfordert) abgelehnt. Karl Strauß und ich haben in diesem Zusammenhang angeregt, das geprüft werden soll, ob die Stellplatz- und Zufahrtssituation an dieser ohnehin heiklen Stelle an der Starnberger Straße nicht gemeinsam mit dem beiden benachbarten Grundstücken, für die derzeit das Bauleitverfahren läuft, geregelt werden kann. Wünschenswert wäre eine gemeinsame Planung für alle drei Betroffenen. Nur so kann eine Regelung gefunden werden, die die Verkehrssituation an der Starnberger Straße nicht weiter verschlechtert und die den Betroffenen eine Lösung bietet, die auch in der Praxis funktionieren kann.

Die wohl interessantere Gemeinderatssitzung erwartet und am Donnerstag dieser Woche: die Vorstellung der geänderten Bauleitplanung der Molkerei Scheitz mit dem Highlight Verwaltungsgebäude im Hundertwasserstil. Die vielen Schreiben von Kritikern und Befürwortern dieses Projekts, die ich heute von der Gemeinde bekommen habe, konnte ich noch gar nicht alle lesen. Darunter befindet sich unter anderem eine Unterschriftenliste gegen das Projekt, die von 134 Leuten unterschrieben wurde. Man sieht, das Thema beschäftigt und polarisiert. Soweit es Höhe des Turmes und Schutz der Nachbarschaft vor den Folgen des entstehenden Tourismus betrifft. teile ich die Bedenken und werde das Projekt in der beantragten Form weiterhin ablehnen.

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