Die Gemeinderatssitzung am 28.09.2010 hatte zwei große Themen: die Installation einer Förderklasse in der Grundschule Andechs und den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan “Frieding-Nord”. Beides ging überraschend schnell und ohne große Diskussion durch.

Die Idee, eine “Förderklasse” in der Carl-Orff-Grundschule Andechs einzurichten ist hervorragend und stieß entsprechend auf breite Zustimmung. Als ehemaliger Zivildienstleistender in einer Behindertenwerkstatt (IWL Machtlfing) weiß ich, wie wichtig der Umgang zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen ist. Noch wichtiger ist das natürlich für Kinder, die den vorurteilsfreien Umgang miteinander so wesentlich einfacher lernen können. Also in der Sache unstrittig, gab es lediglich eine kleiner Diskussion über die Modalitäten. Aber die werden sich (hoffentlich) regeln lassen.

Das wohl wichtigste Thema des Abends war der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan “Frieding-Nord”, mit dem die Gemeinde versuchen will, die Entwicklung der dort bestehenden Betriebe und landwirtschaftlichen Hallen in geordnete Bahnen zu lenken und die Belastungen für die Wohnbebauung (Verkehr, Lärm etc.) auf ein erträgliches Maß zu beschränken. Auch wenn im Vorfeld der Sitzung eine Reihe von Wünschen der Anlieger auf eine Erweiterung des Planungsumgriffs geäußert wurden, hat sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, zunächst mit dem in vielen Besprechungen und Arbeitssitzungen erarbeiteten Planungsentwurf ins Rennen zu gehen. Die weitergehenden Wünsche werden dann im weiteren Verfahren geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt. Zunächst wird aber die Verwaltung beauftragt, auf Basis des Aufstellungsbeschlusses die erforderlichen Gutachten einzuholen, damit die Grundlagen für weitere Entscheidungen ermittelt werden können.

Die Starkregenereignisse der letzten Zeit, die sowohl am Kienbach in Erling als auch in Machtlfing für erhebliche Probleme gesorgt haben, sorgten für reichlich Diskussionsbedarf. Die Gemeinde wird nun versuchen, da wo es schnell und mit überschaubarem Aufwand möglich ist, Verbesserungen durchzuführen. Dabei soll auch das Ingenieurbüro, dass derzeit ein Hochwasserschutzkonzept für Erling erarbeitet, mit eingebunden werden.

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